Wir wurden größer, um klein bleiben zu können.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

Verbundenheit mit der Region, qualifizierte Beratung vor Ort, freundlicher Service, langjährig vertraute Ansprechpartner, gute Erreichbarkeit und vieles mehr – so kennen Sie uns seit vielen Jahren.

Die aktuellen Rahmenbedingungen stellen insbesondere kleinere Kreditinstitute vor große Herausforderungen. Seit Jahren führt die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB zu stark rückläufigen Erträgen. Gleichzeitig sorgen umfangreiche Anforderungen und stetig wachsende Komplexität des Aufsichtsrechts für erhebliche personelle Anforderungen und damit höhere Kosten. Nicht zuletzt erfordert die Digitalisierung Veränderungen und hohe Investitionen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Vor allem für kleinere Institute wird es immer schwieriger bei der Personalgewinnung neue Mitarbeiter von der Zukunftsfähigkeit ihrer Bank zu überzeugen.

Vor diesem Hintergrund haben sich Vorstand und Aufsichtsrat intensiv mit möglichen Zukunftsszenarien befasst und dabei alle bestehenden Optionen bewertet. Im Ergebnis sind wir zum Schluss gekommen, dass wir „größer werden müssen, um weiter klein bleiben zu können“.

Nach intensiven Gesprächen zwischen der Raiffeisenbank Nordkreis Landsberg eG (Sitz Egling) und der Raiffeisenbank Fuchstal-Denklingen eG (Sitz Fuchstal), sowie den positiven Abstimmungen der beiden Mitgliederversammlungen zur Fusion, wird nun eine Verschmelzung der beiden Banken durchgeführt. Da beide ländlichen Genossenschaftsbanken eine ähnliche Größe und Unternehmenskultur aufweisen, kann mit diesem Schritt die regionale Stärke bewahrt, die Arbeitsplätze sowie die Steuerkraft und das Spendenvolumen vor Ort gehalten werden. Die geschäftspolitische Ausrichtung der beiden Häuser ist ähnlich, beide stehen auf wirtschaftlich gesundem Fundament. Es wurde bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Projekten und Aufgaben gut zusammengearbeitet und man hat sich dabei kennen und schätzen gelernt. Eine gleichberechtigte Fusion „auf Augenhöhe“ mit dem Bestreben nach weitgehender regionaler Erhaltung von qualifizierten Arbeitsplätzen und örtlichen Strukturen kann dadurch erreicht werden.

Nähe ist heute nicht mehr primär eine Frage von Kilometern, sondern von gelebten Beziehungen und Vertrauen. Die Vorteile aus der Digitalisierung wie Homeoffice, Videobesprechungen, elektronische Dokumentenverarbeitung oder die Weiterentwicklung unseres Onlinebankings haben sich seit den Einschränkungen der Corona-Pandemie mehr als deutlich gezeigt. Dabei gilt es, sich in unserem gemeinsamen Geschäftsgebiet im Landkreis Landsberg/Lech dem demografischen Wandel und dem Wettbewerb um Kunden zu stellen und zugleich die bisherige dezentrale Struktur der beiden Banken zu erhalten.

„Wer seine Kräfte bündelt, wird stärker.“ und „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“. Diese Gründungsgedanken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen sind auch die Motivation des geplanten Zusammenschlusses und der künftigen Ausrichtung des neuen Hauses. Wichtig dabei ist: Alle Arbeitsplätze und Geschäftsstellen bleiben erhalten. Die notwendige Spezialisierung der Mitarbeiter und der Ausbau der Kundenbetreuung sind weitere wichtige Ziele.

Das neue vereinigte Institut wird den Namen „Raiffeisenbank Lechrain eG“ als Sinnbild unserer gemeinsamen schönen und attraktiven Heimat am Lech tragen. Die beiden bisher getrennten Geschäftsgebiete im „Nordosten“ und „Südwesten“ des Landkreises werden in Zukunft noch mehr zusammenwachsen und stehen für unsere lebens- und liebenswerte Region in Oberbayern.